Jahreshauptversammlung 2010



Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Steinwiesen e.V. trafen sich im Gasthof “Goldener Anker“ um
die Jahresarbeit des Feuerwehrvereins mit den Rechenschaftsberichten von Schriftführer, Vorstand, Kassier
und den Kassenrevisoren entgegen zu nehmen.

In einer Gedenkminute wurde der fünf verstorbenen Mitglieder gedacht. Das Protokoll der letztjährigen
Jahresversammlung lag zur Einsichtnahme am Vorstandstisch auf. Einen Überblick über die finanzielle Lage
gab Hauptkassierer Herbert Wessel. Reinhard Beierkuhnlein und Baptist Beierwaltes konnten als Revisoren
eine ordnungsgemäße, saubere und gewissenhafte Finanzführung bescheinigen und die Versammlung erteilte
einstimmig dem Vorstand und Kassier die Entlastung.

Aufgrund der Tatsache, dass zum 1. Juli 2009 außerordentliche Neuwahlen angestanden hatten, konnte Erster
Vorsitzender Tino Hümmer mit seinen Tätigkeitsbericht erst ab diesen Zeitpunkt beginnen. Somit bezieht sich
die Rückschau auf Vereinsebene nur auf die letzten sechs Monate. 25 wahrgenommene Termine auf Vereinsebene,
sowie Termine mit der aktiven Wehr und diverse Kleintermine kennzeichneten die Vereinsarbeit. Das traditionelle
Sommerfest am Gerätehaus konnte sich trotz des unbeständigen Wetters durchaus sehen lassen. Weitere Hauptpunkte
waren die arbeitsmäßige Unterstützung der Faschingsgesellschaft, die Festbesuche zu Vereinsjubiläen und zu
kirchlichen und weltlichen Festen. Zu drei beratenden Sitzungen trat die Vereinsleitung zusammen und bei drei
Besprechungen des Führungsteams über die Belange der aktiven Wehr war man zugegen. Des weiteren wurde fünf
Kameraden die letzte Ehre erwiesen und 15 mal zu runden Geburtstagen und Ehejubiläen Glückwünsche überbracht.

Grußworte entrichteten und sagten Dank für die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Roland Kuhnlein
als Erster Vorsitzender des Rad-Sport-Verein Concordia und als Dritter Vorsitzender des Musikvereins, Kuhnlein lud
jetzt schon ein zum 100jährigen Jubiläum des RVC Concordia vom 4. bis 6. Juni 2010.
Stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter des Roten Kreuzes Kreis Kronach, zuständig für das Obere Rodachtal,
Andreas Porzel, überbrachte die Grußworte der Kreisbereitschaftsleitung und stellvertretend für Bereitschaftsleiter
Sascha Wich-Heiter die der Bereitschaft Steinwiesen. „Das sehr gute Miteinander hier in Steinwiesen ist inzwischen
schon selbstverständlich und beispielgebend für die gesamte Region“, sagte Porzel.
Gerhard Welsch dankte im Namen der katholischen Kirchenverwaltung und Pfarrer Richard Reis für die Teilnahme an den
kirchlichen Festen, besonders für die Absicherung bei Veranstaltungen der Kirche und des Kindergartens.
„Weiterhin gute Zusammenarbeit“ wünschte Kassier Günter Deuerling von der Soldaten- und Reservistenkameradschaft und
überbrachte auch die Wünsche und den Dank der Faschingsgesellschaft. Hier trug er die 'Bitte vor, doch auch in diesem
Jahr wieder mit einem Wagen am Faschingsumzug teilzunehmen. Außerdem wies er auch auf das Prinzentreffen hin, das
am 6. Januar 2011 in Steinwiesen stattfinden wird.

Als Vorausschau auf das bevorstehende Jahr gab Erster Vorsitzender Tino Hümmer bekannt, dass die Uniformträger wieder
an den kirchlichen Festen Fronleichnam, Flurumgang, Aller Heiligen mit dem Friedhofgang und den vier Stationen sowie
dem Volkstrauertag mit der Feierstunde am Ehrenmal teilnehmen werden. Besuchen wird man den Florianstag des Landkreises,
der diesmal zusammen mit dem Florianstag der Großgemeinde Steinwiesen in Neufang am 04. Mai gefeiert wird.
Besuchen wird man das 125jährige Jubiläum der FFW Steinberg vom 28.bis 30. Mai 2010. Zur Sicherung der Finanzen findet
wieder das Sommerfest am Gerätehaus statt und es gilt zu 19 runden Geburtstagen und Ehejubiläen zu gratulieren. Besonders
wies Hümmer auch auf das bunte Faschingstreiben nach dem Faschingsumzug am Faschingssonntag im Gerätehaus hin.

Bericht der 1. Kommandantin Kerstin May


In der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Steinwiesen zog Kommandantin Kerstin May positive Bilanz über das
vergangene Jahr. 2009 stand im Zeichen des Umbruchs und der Erneuerung. Die neuen Standardeinsatzregeln schaffen einen
geregelten Arbeits- und Einsatzablauf und somit ein hohes Maß an Sicherheit im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit anderen
Hilfsorganisationen hat sich bewährt.

Vielfältig waren die Berichte über das aktive Dienstjahr von Kommandantin Kerstin May, der Atemschutzgruppe,
der Jugendgruppe und den Gerätewarten und sie blickten auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Bei 28 Einsätzen waren die
Aktiven 650 Stunden für die Bürger und Bürgerinnen im Einsatz. Bei 45 theoretischen und praktischen Übungen wurde in 1800
Stunden an der Ausbildung der Wehr gearbeitet. Für die Pflege der Fahrzeuge und Gerätschaften wurden erhebliche Stunden
abgeleistet und bei den rund 20 Treffen der Führungskräfte in 400 Stunden Ideen, Illusionen und Neuerungen umgesetzt.
Kerstin May informierte über den momentanen Stand der integrierten Leitstelle (ILS). Die Herausforderung im vergangenen
Jahr war aber die Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion. Auch diese Hürde wurde mit Bravour gemeistert.
Ein Großeinsatz in jedem Jahr ist die Absicherung des Faschingsumzugs. Hier klappt die Zusammenarbeit innerhalb der
Feuerwehren der Großgemeinde und mit der BRK-Bereitschaft reibungslos und vorbildlich.

Die Renovierungsarbeiten am Gerätehaus konnten mit der Neugestaltung der Fassade erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Fassade wurde fast ausschließlich durch freiwillige Helfer und Helferinnen abgewaschen, grundiert und gestrichen.
Ohne den enormen Einsatz der rund 20 Helfer mit einer Leistung von 750 Stunden wäre es finanziell nicht möglich gewesen,
dieses Vorhaben durchzuführen.
Dass gute Beziehungen zum Bayerischen Roten Kreuz bestehen zeigte der Einsatz der Kommandantin als Ausbilderin am Bayern
weit ersten Rettungstag. „Verbrennungen und Umgang mit Feuerlöschern“ war ihr Thema und es war vor allem für die
Rettungsdienstler eine interessante Erfahrung. Bewährt hat sich auch der Nanny-Dienst, bei dem Steinwiesen vor zwei
Jahren Vorreiter im Landkreis war.
Im Bereich des Atemschutzes besitzt die Wehr seit dem Frühjahr 2009 einen eigenen Atemluftkompressor, um flexibler in
Bereich der Einsätze und Übungen zu agieren. Eine Gemeinschaftsübung mit den Nachbarwehren aus dem oberen Rodachtal ist
geplant und soll im Entnahmeturm der Talsperre stattfinden. Außerdem ist geplant an einem Übungswochenende auf einem
Truppenübungsplatz unter realen Bedingungen teilzunehmen.
Beim Wissenstest der Jugendfeuerwehren in Marktrodach konnten Mirco Deuerling und Loris Puma beide das goldene Abzeichen
entgegen nehmen. Zwei neue Mitglieder stießen zur Jugendfeuerwehr und somit zählt die Gruppe 9 Feuerwehranwärter. Allgemeine
Jugendarbeiten, die Säuberungsaktion des Radweges bis Erlabrück, sowie 18 Übungen zeigen von der Vielseitigkeit dieser Truppe.
Die Aufgaben der 'Gerätewarte waren im abgelaufenen Jahr sehr vielseitig und arbeitsaufwendig. Unter anderem wurde ein
Hydranten- und Ansaugplan erstellt.
Kerstin May war stolz auf diese erbrachte Leistung und bat zusammen zuhalten und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen zu
verlieren, eine gut funktionierende Wehr und eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein und dankte allen Aktiven für die
Unterstützung, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger, besonders dem Feuerwehrverein für die finanzielle Unterstützung
und der BRK Bereitschaft Steinwiesen mit den Atemschutzsanitätern Gerhard Güntzel und Karl-Heinz Birke.

Eine Anerkennung erhielten für ihre im vergangen Jahr unentgeltlich geleisteten ehrenamtlichen Arbeitsstunden Dominik Beiergrößlein
(110 Stunden), Roland Schneider (86), Kerstin Ströhlein (82), Tobias Kosziow (82) und Hans Schneider (78).
Urkunden für 15 Jahre aktiven Dienst erhielten Mario Renk und Manuel Schmidt. Hans Schneider konnte auf 35 aktive Jahre zurückblicken.

Stellvertretender Landrat und Bürgermeister Kamerad Gerhard Wunder meinte in seinem Grußwort, dass das Schiff der aktiven Wehr
und des Vereins wieder in gutes Fahrwasser gebracht wurden. Nun geht es auch weiterhin darum, der Freiwilligen Feuerwehr den
Stellenwert in der Öffentlichkeit zu geben, den sie verdient. Auch der Markt Steinwiesen bemüht sich, den Feuerschutz sicher
zu stellen. Er hob die wichtige Arbeit der ehrenamtlich Tätigen hervor. „Die Bürger und Bürgerinnen können sich immer auf ihre
Feuerwehr verlassen“, so Wunder.
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger meinte, bei der Feuerwehr müssen wir zusammenstehen, untereinander und mit den anderen
Hilfsorganisationen. „Es ist ein Service für die Bürger, ein Stück Lebensqualität, denn da ist jemand, der hilft. Wir können oft
verhindern, dass aus Kleinigkeiten Größeres, Probleme und Leid werden und darauf können wir stolz sein.“


Erste Kommandantin Kerstin May (links) und zweiter Kommandant Marcus Ströhlein (zweiter v. l.) konnten auch in diesem Jahr Anerkennungen für unentgeltlich
ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden aussprechen. Von links Hans Schneider (78 Stunden, 35 Jahre aktiven Dienst), Dominik Beiergrößlein (110),
Roland Schneider (86) und Tobias Kosziow (82).
Bericht und Bilder: Susanne Deuerling