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Brandschutz – die Gefahren des Feuers im Haushalt



Brandschutzerzieher Brandmeister Gerhard Welsch informierte die Senioren der
Pfarrgemeinde Steinwiesen über die Gefahren des Feuers.

Pfarrer Richard F. Reis begrüßte die Senioren nach der „Sommerpause“ zu einigen gemütlichen
und unterhaltsamen Stunden. Im Namen des Seniorentreffteams stimmte Cornelia Ströhlein mit
einführenden Worten und einem gemeinsamen Lied alle auf den Nachmittag ein. Zuerst wurden
traditionell die Geburtstagskinder der letzten Wochen mit einem Geschenk beglückt und
anschließend die Kaffeerunde eingeläutet.

Ein wichtiges Thema hatte das Team für diesen Seniorentreff ausgesucht. „Brandschutz – die
Gefahren des Feuers im Haushalt“ ist auch für die ältere Generation sehr wichtig. Welche
Gefahren können im ganz normalen Tagesablauf eintreten? Wie verhalte ich mich im Brandfall?
Wie kann ich Brände gar nicht erst entstehen lassen? Auf all diese Fragen wusste Brandschutz-
erzieher Brandmeister Gerhard Welsch eine Antwort. Der aktive Feuerwehrmann leistet seit über
40 Jahren Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr und seit vier Jahren hat er die Brandschutz-
erziehung in Schulen, Kindergärten und Erwachsenen-Gruppierungen übernommen. Angesichts des
aktuellen Wohnungsbrandes in Steinwiesen war auch den Senioren klar, dass eigentlich überall
im Haushalt kleine und größere Brandfallen lauern. Die meisten Brände werden durch den Menschen
selbst verursacht. Lediglich ein kleiner Teil ist auf technische Mängel zurückzuführen. Deshalb
ist es Welsch wichtig, die Leute für den Umgang mit Feuer zu sensibilisieren. Die letzte Zigarette
im Bett zu rauchen oder vor dem Fernseher mit der brennenden Zigarre einzuschlafen ist leichtsinnig,
denn brennbares Material gibt es im Haushalt in Hülle und Fülle. Die größte Gefahr aber geht
bereits schon vom Brandrauch aus. Dieser wird vor allem im Schlaf nicht sofort wahrgenommen und
deshalb werden die giftigen Dämpfe schon eingeatmet bevor es noch richtig brennt. Bereits vor
den Flammen steht der Qualm und hier kann ein Rauchmelder Abhilfe schaffen bevor der Mensch nicht
mehr in der Lage ist, sich selbst aus der Situation zu befreien. In einer Demonstration zusammen
mit Pfarrer Reis erläuterte Welsch die Funktionsweise der Rauchmelder.

Rauchmeldervorführung

Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden, kommen wieder verstärkt die Kerzen zum Einsatz.
Gemütlichkeit verbreiten sie und wenn einige Vorsichtsregeln beachtet werden, steht dem auch
nichts im Wege. Niemals Kerzen ohne Aufsicht brennen lassen, auf die Standfestigkeit achten und
alles Brennbare in der Nähe entfernen. Aber in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit ist
das nicht so einfach. Deshalb sollte hier bei Adventskränzen und Christbäumen, besonders wenn
sie schon trocken geworden sind, besondere Sorgfalt gelten. Elektrische Beleuchtungen sind hier
sicherer als Wachskerzen. Und wer doch auf die „echten Kerzen“ nicht verzichten will, sollte
auf jeden Fall Wassereimer oder Feuerlöscher parat haben. Doch nicht nur offenes Feuer ist eine
Gefahrenquelle im Haushalt. Schmorbrände durch defekte Kabel zum Beispiel an Bügeleisen oder
am Haarfön sind nicht selten. Gefährlich wird es auch, wenn Fernseher permanent auf stand bye
laufen, da sich das Netzteil überhitzen kann. Hier schafft eine abschaltbare Steckdosenleiste
Abhilfe, da die Stromzufuhr zuverlässig unterbrochen wird.
Viele Gefahren lauern in der Küche. Eine nicht abgeschalteter Elektroherd zum Beispiel, ein
vergessener Topf auf dem Ofen, der einbrennt und viel Qualm verursacht oder das klassische
Beispiel eines Gasherdes, bei dem Gas ausströmt, das sich beim kleinsten Funken in einer
Explosion entzündet. Eine der gefährlichsten Brandfallen in der Küche ist jedoch die
Fettexplosion. Wenn sich Fett überhitzt, das heißt über 200 Grad heiß wird, entsteht eine
Flamme, die sich in Sekundenschnelle ausbreitet. Das Wichtigste ist, diese Fettexplosion
in keinem Fall mit Wasser zu löschen. Schon ein Liter Wasser verwandelt sich sofort in 1700
Liter glühend heißen Dampf, der sofort alles rundherum verbrennt.

Wasserexplosin

Im günstigsten Fall den passenden Deckel auf den Topf legen oder mit einer Löschdecke
die Flammen ersticken. Auf jeden Fall muss schnellstens die Sauerstoffzufuhr unterbrochen
werden. Als wichtigste Maßnahme in einem Brandfall legte Welsch den Senioren und Seniorinnen
ans Herz, die Feuerwehr anzurufen. Die Notrufnummer 112 ist jedem bekannt und sollte sich bei
alt und jung ins Gedächtnis eingebrannt haben.
Bericht und Bilder: Susanne Deuerling