Jahreshauptversammlung 2009



In der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Steinwiesen zog Kommandantin
Kerstin May positive Bilanz über das vergangene Jahr. Neue Wege durch Erfahrungsberichte
anderer Wehren sollen in Zukunft gegangen werden. Routine und Qualität werden durch neue
Standardeinsatzregeln geschaffen. Die Zusammenarbeit mit THW und BRK hat sich bewährt.
Ehrungen für langjährigen Dienst am Nächsten und Dienstgradbeförderungen wurden ausgesprochen.

Vielfältig waren die Berichte über das aktive Dienstjahr von Kommandantin Kerstin May,
der Atemschutzgruppe, der Jugendgruppe und den Gerätewarten und sie blickten auf ein
ereignisreiches Jahr zurück. 36 Mal wurde die Wehr alarmiert zu Einsätzen, die sich
aufgliedern in fünf Sicherheitswachen, elf Brandeinsätzen und 18 technischen Hilfeleistungen,
sowie zwei Fehlalarmierungen mit insgesamt 658 Stunden. Bei 60 theoretischen und praktischen
Übungen wurden 1715 Stunden aufgebracht. Für die Pflege der Fahrzeuge und Gerätschaften wurden
350 Stunden abgeleistet und für Verwaltungsarbeit, Ausbildungen und Lehrgänge kommen nochmals
erhebliche Stunden hinzu.

Die Arbeiten am und im Gerätehaus, die im letzten Jahr begonnen haben, setzten sich mit dem
Einbau neuer Küchenmöbel und Erneuerung der Küchengeräte und der Neugestaltung des Treppenhauses
fort. Ein großer Anteil an den nötigen Finanzen konnte mit einer Altmetallsammlung erwirtschaftet
werden. Für das kommende Jahr ist die Renovierung der Außenfassade vorgesehen, um das Gerätehaus
auch wieder von außen zu einem Juwel werden zu lassen.

„Aber nicht nur am Gerätehaus muß gearbeitet werden, sondern auch an der Struktur und Ausbildung
unserer Wehr“, so Kommandantin Kerstin May. Mit der Einführung neuer Standardeinsatzregeln in
den Bereichen des Technischen Hilfsdienstes konnten bereits positive Ergebnisse erzielt werden.
Im Bereich der Waldbrandbekämpfung wurden ebenfalls moderne Wege beschritten.
„Unsere Rucksackspritzen wurden zuerst von allen belächelt, aber nach dem letzten Waldbrand
als echte Erleichterung angesehen“, so die Kommandantin. Mit wenig Wasser eine große Fläche
ablöschen, in unwegsamen Gelände ein echter Pluspunkt.

Im aktiven Sektor sind etliche Personaländerungen zu verzeichnen. Dominik Welscher scheidet
aus seinem Amt als Jugendwart und Schlauchwart aus. Als neuer Schlauchwart konnte Manuel Schmidt
gewonnen werden. Thomas Schelhorn scheidet als Funkwart aus und übergab sein Amt an Tobias Kosziow.
Die Atemschutzgeräteträger absolvierten mit gutem Erfolg die Trainingsübungen in den Holz- und
Gasgefeuerten Übungscontainern der Berufsfeuerwehren Augsburg und Köln, die einen guten
Ausbildungsstand bescheinigten. Beim Wissenstest der Jugendfeuerwehren in Marktrodach
konnten Mirco Deuerling und Loris Puma beide das silberne Abzeichen entgegen nehmen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Tagung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Kulturhalle
mit der Auszeichnung verdienter Mitglieder mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landkreises
in Silber. Kommandantin Kerstin May war stolz auf diese erbrachte Leistung und bat
zusammenzuhalten und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, eine gut
funktionierende Wehr und eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein und dankte allen Aktiven
für die Unterstützung, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger, besonders dem Feuerwehrverein
für die finanzielle Unterstützung und der BRK Bereitschaft Steinwiesen mit den Atemschutzsanitätern
Gerhard Güntzel, Karl-Heinz Birke und Andreas Porzel.

Ehrungen, Dienstgradbeförderungen und Auszeichnungen

Für ihr langjähriges Engagement konnten Herbert Wessel und Michael Rüger aus der Hand von
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber in
Empfang nehmen. Ehrungen für aktive Dienstzeit bekamen Florian Rosenbaum (5 Jahre),
Dominik Beiergrößlein (10), Tino Hümmer, Roland Schneider und Manuel Schmidt (je 15)
und Reinhold Merkl (30). Für seine 25-jährige aktive Dienstzeit wurde Bernd Rüger von
stellvertretendem Landrat Gerhard Wunder das staatliche Ehrenzeichen des Freistaates Bayern
in Silber verliehen.
Dienstgradbeförderungen wurden ausgesprochen an Gerd Wunder und Ronny Gremer als Feuerwehrmann
und Tobias Kosziow wurde Oberfeuerwehrmann.
Eine Anerkennung erhielten für ihre im vergangen Jahr unentgeltlich geleisteten ehrenamtlichen
Arbeitsstunden Dominik Beiergrößlein (154 Stunden), Roland Schneider (134), Gerhard Welsch (126),
Tobias Kosziow (115) und Manuel Schmidt (100).

Dienstgradbeförderungen und Auszeichnungen
Erste Kommandantin Kerstin May (zweite von rechts) und zweiter Kommandant Marcus Ströhlein (dritter von rechts) konnten auch
in diesem Jahr Dienstgradbeförderungen und Ehrungen für langjährige Dienstzeit vornehmen. Außerdem konnten Anerkennungen für
unentgeltlich ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden ausgesprochen werden. Von links Gerd Wunder (Feuerwehrmann), Manuel Schmidt
(15 Jahre, 100 Stunden), Ronny Gremer (Feuerwehrmann), Dominik Beiergrößlein (10 Jahre, 154 Stunden),
Tobias Kosziow (Oberfeuerwehrmann, Funkwart, 100 Stunden), Roland Schneider (15 Jahre, 134 Stunden) und zweiter Vorsitzender
Gerhard Welsch (rechts, 126 Stunden)

25jährige Dienstzeit
Stellvertretender Landrat und erster Bürgermeister des Marktes Steinwiesen Gerhard Wunder (erster von links) freute sich,
mit Bernd Rüger (dritter von rechts) einen Kameraden für 25 Jahre aktiven Dienst am Nächsten auszeichnen zu können. Aus der
Hand von Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger (zweiter von links) erhielten Herbert Wessel (vierter von links) und Michael Rüger
(zweiter von rechts) für langjähriges Engagement im Feuerwehrwesen das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber.
Mit im Bild erste Kommandantin Kerstin May (rechts) und zweiter Kommandant Marcus Ströhlein (dritter von links)

Im Jahr 2009 ist ein wichtiger Termin im Sommer die Besichtigung durch Kreisbrandinspektor
Dietmar Treusch und bis dahin werden noch Um- und Einbauten in den Fahrzeugen durch die Gerätewarte
vorgenommen. Außerdem soll der Nanny-Dienst bei Übungen und Einsätzen weiter ausgebaut werden.
Für die Aktiven werden die Übungen künftig zweimal im Monat angeboten, um auch allen
Schichtarbeitern die Chance zu geben daran teilzunehmen. „Auch in unserer Feuerwehr müssen
die neuen Vorschriften und Regeln akzeptiert und angewandt werden und der Satz - Das war halt
schon immer so - hat in der heutigen Zeit oftmals keinen Platz mehr, denn die Zeichen der Zeit
verlangen Veränderung und Fortschritt, um in Zukunft den wachsenden Anforderungen im Einsatz
gewachsen zu sein“, so die Kommandantin.

Bürgermeister Kamerad Gerhard Wunder hob die wichtige Arbeit der ehrenamtlich Tätigen hervor.
Er wünschte sich, dass die Feuerwehrleute mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und schätzte
die Einsatzbereitschaft der Frauen und Männer. Es wurde und werde immer wieder darauf geachtet,
dass die Wehren das nötige Rüstzeug bekommen. Im abgelaufenen Haushaltsjahr wurden wiederum
51000 Euro für den Feuerschutz, den Unterhalt und in Ausrüstungen investiert.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger wies darauf hin, dass mit der Errichtung der integrierten
Leitstelle in Ebersdorf für Feuerwehr, THW und Rettungsdienste neue Aufgaben und Herausforderungen
auf die einzelnen Wehren zukommen werden. „Der Landkreis hat ein bestehendes kostengünstiges
Feuerwehrsystem und es ist wichtig, dass die Hilfe kommt und das möglichst schnell“, so der
Kreisbrandrat. Mit dem digitalen Funk wird in zwei Jahren eine weitere Erneuerung kommen.
Um diese Aufgaben besser bewältigen zu können, wurde die Inspektion dementsprechend aufgestockt.

Bericht und Bilder: Susanne Deuerling