Brand im Kindergarten Steinwiesen


Übung zur Brandschutzwoche 2008



Großalarm für Feuerwehr und Rotes Kreuz wurde am vergangenen Samstag in
Steinwiesen ausgelöst.
Im katholischen Kindergarten brach nach dem Defekt eines technischen Gerätes
ein Brand aus. Löschversuche mit Feuerlöschern des Hausmeisters waren nicht
erfolgreich, so dass sich der Brandherd rasch vergrößerte und bis zum
Eintreffen der Rettungskräfte der Dachstuhl bereits in Vollbrand stand.
Mehrere Kinder, zwei Erzieherinnen und der Hausmeister wurden noch vermisst.
Die beiden Hilfsorganisationen von Steinwiesen stellten nun eindrucksvoll
ihr Können unter Beweis und zeigten sich für den Ernstfall bestens gewappnet.

Bereits kurz nach der Alarmierung rückten Rotes Kreuz und Feuerwehr mit
insgesamt elf Fahrzeugen und 75 Einsatzkräften zum Schadensort aus.
Die Feuerwehren unter Einsatzleitung der Steinwiesener Kommandantin Kerstin May
übernahmen mit vier Atemschutztrupps bestehend aus Kameraden der vier Ortsteile
zunächst die Menschenrettung aus dem brennenden Gebäude.



Für einen massiven Löscheinsatz wurden das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und
das Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der Steinwiesener Wehr, sowie das TSF-W
aus Birnbaum und das TSF aus Neufang mit zahlreichen C-Rohren und dem
Wasserwerfer eingesetzt. Zur Wasserersorgung wurde zusätzlich eine lange
Schlauchleitung von der 500 Meter entfernten Rodach durch die Wehren aus
Nurn und Neufang mit dem Schlauchanhänger aufgebaut. Insgesamt wurden
rund 900 Meter B- und C-Schlauchleitungen verlegt. Hierdurch gelang es
den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen. In der Spitzenzeit
prasselten ca. 3000 Liter Löschwasser je Minute auf den „Brandherd“.
Die Verkehrssicherung wurde mit dem Rüstwagen RW 1 und dem
Mehrzweckfahrzeug MZF durchgeführt.

An der Einsatzübung beteiligt war auch die Rotkreuz-Bereitschaft Steinwiesen
unter Einsatzleitung von stellvertretender Bereitschaftsleiter Andreas Porzel.
Aufgrund der seitens der Feuerwehr gemeldeten und im Kindergarten noch
vermissten Personen rückte das Rote Kreuz mit vier Fahrzeugen an.



Der Rettungswagen und der Krankenwagen wurden mit den jeweiligen Besatzungen
im Bereitstellungsraum bei der Schule vorgehalten. Auf Anforderung des
Einsatzleiters koordinierte der Abschnittsleiter die Fahrzeuge und das
Personal für die Versorgung der einzelnen Patienten. Nach Rettung der
Personen durch die Feuerwehr wurden insgesamt zwei Kinder, zwei
Erzieherinnen und der Hausmeister mit Rauchgasintoxikationen und
weiteren leichten Verletzungen vor Ort versorgt.



Zusätzlich übernahmen die Kräfte des Roten Kreuzes die sanitätsdienstliche
Absicherung aller Einsatzkräfte der beteiligten Feuerwehren während der
gesamten Großübung. Aufgrund der überaus realistischen Einsatzübung mussten
drei Passanten im Rettungswagen versorgt werden. Die Kräfte des Roten Kreuzes
konnten aber nach zeitweiliger Beobachtung Entwarnung geben.

In der anschließenden Nachbesprechung zeigte sich Kommandantin Kerstin May
im Großen und Ganzen mit der Leistung ihrer Wehren zufrieden. „Eine Einsatzübung
mit einigen Ecken und Kanten, aber eine gute Zusammenarbeit der Wehren der
Großgemeinde und des Roten Kreuzes,“ so die Kommandantin. Sichtlich beeindruckt
zeigte sich Bürgermeister Gerhard Wunder von der Leistungsstärke und der
Schlagkraft der Steinwiesener Hilfsorganisationen und von der hervorragenden
Zusammenarbeit. Er dankte allen Einsatzkräften, besonders den einzelnen
Führungsdienstgraden von Feuerwehr und Rotem Kreuz.



Im Namen der katholischen Kirchenstiftung und von Pfarrer Reis sagte Kirchenpfleger
Gerhard Welsch: „Wir sind erfreut, dass das sensible Objekt des Kindergartens
ausgesucht wurde, damit im Ernstfall optimal geholfen werden kann.“ Eine gemütliche
Einkehr mit Brotzeit im Steinwiesener Feuerwehrhaus, unterstützt von der Gemeinde und
der Kirchenstiftung schloss sich der Großübung an.



Bildquelle: Deuerling S.

zum Vergrößern aufs Bild klicken!