Florianstag der Großgemeinde 2008 in Steinwiesen



Zum siebzehnten Male dokumentierten die Feuerwehrleute aus Steinwiesen, Neufang, Birnbaum und Nurn Zusammengehörigkeit
und Kameradschaftsdenken beim Florianstag in der Marktgemeinde Steinwiesen. Der diesjährige Ausrichter des 1992 von
zweiten Bürgermeister Kamerad Bruno Beierlorzer ins Leben gerufene Tag zu Ehren des Feuerwehrschutzpatrons war die
Freiwillige Feuerwehr Steinwiesen. „Heiliger Sankt Florian, behüt mein Haus, zünd`s andere an“, diese so oft dahin
gesagte Floskel zeigt, welcher Egoismus heute in der Welt herrscht. Dies gilt jedoch nicht für die zahlreichen
Feuerwehrfrauen und –männer, die sich am Vorabend des Pfingstfestes versammelten, um gemeinsam ihrem Schutzpatron zu
gedenken.

Die Kirchenparade vom Steinwiesener Feuerwehrgerätehaus zur Pfarrkirche Sankt Marien wurde musikalisch angeführt von
der Musikkapelle des Musikvereins Nurn mit ihrem Dirigenten Wolfgang Schrepfer. Auch lies es sich Pfarrer Richard Reis
nicht nehmen, mit den Bürgermeistern Gerhard Wunder, Bruno Beierlorzer und Josef Schuberth sowie Marktgemeinderäten die
Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen anzuführen.


Die Kirchenparade mit den Ehrengästen mit Bürgermeistern und Marktgemeinderäten und Pfarrer Richard Reis (vorne Mitte) beim
eintreffen an der Pfarrkirche Sankt Marien.


Pfarrer Reis zelebrierte zusammen mit Priesteramtskandidat Michael Gräf, einer aktiven Feuerwehrfrau und fünf aktiven
Wehrmännern als Ministranten den Festgottesdienst. Mit Freude begrüßte er die Feuerwehrkameradinnen und –kameraden aus
allen Ortsteilwehren und die Mitglieder der Steinwiesener Vereine, Verbände und Organisationen. „Der Festgottesdienst am
Vorabend des Pfingstfestes als Höhepunkt des Floriantages zeugt von einer innigen Verbindung der Florianjüngern zu Gott
und ihrem Schutzheiligen“, so lauteten die Begrüßungsworte von Pfarrer Reis. Die Fähnriche mit den Vereinsfahnen stellten
im Altarraum ein würdiges Bild vor dem Allerhöchsten dar.

In seiner Predigt ging Pfarrer Reis auf den Spruch „Heiliger Sankt Florian, behüt mein Haus, zünd`s andere an“ ein und
darauf, dass im Gegensatz dazu sich die Feuerwehrler täglich zum Schutz für andere selbst gefährden. Sie setzen ihr Leben
ein, damit andere leben und überleben. Als Gegenpol dafür zeigt das Pfingstfest, dass hier in der Gemeinschaft der Segen
und die Kraft von oben für sich und andere erfleht wird. Christ sein geht nur in Gemeinschaft. Alle brauchen diese Kraft
von oben, sie treibt uns an, etwas zu tun für das Gemeinwohl. Somit sind die Feuerwehr und die Kirche durch diese Kraft
untrennbar miteinander verbunden, so Pfarrer Richard Reis.
Des weiteren verdeutlichte Pfarrer Reis, dass der Heilige Geist an Pfingsten als Feuerzunge dargestellt wird. Aber diese
will nicht verbrennen wie das Feuer, das es bei einem Brand zu löschen gilt, sondern den Glauben und die Kraft von oben
entbrennen lassen. Pfarrer Reis bat, dass alle sich dort engagieren, wo Gott sie hinstellt, auch bei der Feuerwehr.
Erste Kommandantin Kerstin May und zweiter Vorsitzender Gerhard Welsch baten Gott in den Fürbitten über die Aufgaben der
Feuerwehren, die definiert werden mit „Retten–Bergen–Löschen–Schützen“, dass er immer seine schützende Hand über sie
halten möge. Er möge auch bei Extremsituationen zur Seite stehen, jungen Menschen die Bereitschaft schenken, sich in der
Gemeinschaft einzubringen, den Führungskräften einen kühlen Kopf und das notwendige Feingefühl geben, um Entscheidungen zu
fällen und er möge allen verstorbenen Kameraden das Ewige Leben schenken.


Die Fahnen und Fähnriche der vier Feuerwehren der Großgemeinde Steinwiesen und den Steinwiesener Vereinen im Altarraum der
Pfarrkirche Sankt Marien nach dem Festgottesdienst zu Ehren ihres Schutzpatrons,. des heiligen Sankt Florian. Erste
Kommandantin Kerstin May (zweite von rechts) und zweiter Vorsitzender Gerhard Welsch (rechts) baten Gott in den Fürbitten,
seine segnende und schützende Hand über die Feuerwehren zu halten.


Beim anschließenden gemeinsamen kameradschaftlichen Treffen im Feuerwehrgerätehaus freute sich
Feuerwehrvereinsvorsitzender Herbert Wessel über die stattliche Anzahl von Feuerwehrkameradinnen und –kameraden
aus Steinwiesen und den Ortsteilen als auch über die Abordnungen von Steinwiesener Vereinen. Der besondere Dank des
Vorsitzenden galt Pfarrer Richard Reis für den würdigen Festgottesdienst und der Musikkapelle Nurn für die spontane
Zusage, die Kirchenparade anzuführen, da der Musikverein Steinwiesen das Wochenende in Hamburg verbrachte.
Bürgermeister Gerhard Wunder war erfreut über die demonstrierte Geschlossenheit der vier Großgemeindewehren und
sprach den Dank der Gemeinde an „seine“ Feuerwehren aus. „Die Feuerwehren genießen von allen Hilfsorganisationen den
besten Ruf unter der Bevölkerung“, so Bürgermeister Wunder.